Innere Arbeit für Paare

Mystik und Eros

Liebe, wirkliche Liebe ist eine Kunst, die erlernt werden kann und die erlernt werden will. Doch tragen die meisten von uns tiefe Wunden in sich, die unsere Bemühungen sabotieren, Liebe zuzulassen und lebendig zu halten. Wunden, welche viele in sich tragen, sind Gefühle von Wertlosigkeit, Zweifel, Angst und Scham. Wenn wir uns aus diesen oder anderen Gründen in unserer Lebendigkeit begrenzen, verringern wir unsere Fähigkeit zu lieben, denn erst im Zustand der Liebe gehen wir in Resonanz mit der Essenz des Lebens – im anderen Menschen und in allem, was uns umgibt. Um die Essenz des Lebens zu erfahren, müssen wir etwas tun, das in unserer zielgerichteten Kultur in Vergessenheit geraten ist, jedoch die normalste Sache der Welt sein sollte: berühren und berührbar sein – und bleiben.

Doch scheint dies immer mehr Menschen schwer zu fallen. Die Angst vor Nähe, vor Verurteilung oder Zurückweisung führt oft zur Verdrängung von Gefühlen und zum Rückzug in die Sprachlosigkeit. Je mehr Liebe und Achtung wir uns aber selbst entgegenbringen, um so selbstbewusster werden wir, können wir andere Menschen wahrnehmen, respektieren, lassen und lieben wie sie sind. Die Klärung von begrenzenden Einstellungen, Hemmungen, Überzeugungen, Glaubenssystemen, alten Mustern und Urteilen über die eigene Person und andere eröffnet dabei den Zugang zu bislang verdrängten Potenzialen.

Wir erschaffen die Grundlagen dafür, indem wir lernen unsere Wunden zu verstehen, anzunehmen und zu transformieren. Ermutigen wir einander, uns so zu zeigen wie wir wirklich sind. Entdecken wir unsere Essenz neu - unsere Unschuld, unsere natürliche Lebendigkeit, Freude, Lust und Liebesfähigkeit! Dann, wieder in uns selbst und in unserem Körper zu Hause, können wir eintauchen in den Strom des Liebens und Geliebt Werdens, erfahren in der Begegnung mit anderen eine Öffnung des Herzens oder sinken in die Stille einer größeren Wahrheit, erfahren Raum und Weite und eine tiefe Verbundenheit mit der Existenz.